Knoblauch – gesund und lecker

Die Zehe ist als Gewürz aus der Küche nicht mehr wegzudenken

„Jetzt gibt es frischen Knoblauch“, so Clemens Poock.

Feinschmecker lieben ihn, müssen sich aber nicht wundern, wenn nach allzu üppigem Genuss ein Bogen um sie gemacht wird. Er soll gut sein für die Gesundheit und außerdem Vampire in die Flucht schlagen, denn sie fürchten sich vor dem beißenden Geruch und vor der blutverdünnenden Wirkung. Nun aber Spaß beiseite und Knoblauch in den Fokus gerückt. Heute hat die Wunderknolle „Allium sativum“ an dieser Stelle ihren großen Auftritt. „Knofel“, „Alterswurzel“ oder „Stinkzwiebel“ ist in getrocknetem Zustand das ganze Jahr über erhältlich. Frisch geerntet hingegen nur im Herbst – zumindest aus deutschem Anbau. Auf dem Wochenmarkt ist die frische Knolle derzeit aus regionaler Ernte oder aus der Pfalz erhältlich – beispielsweise am Stand vom Kartoffelhof Poock aus Fuhlen. „Jetzt ist die richtige Zeit für frischen Knoblauch“, so Clemens Poock. In wenigen Wochen gibt es ihn schon nicht mehr.

Frischer Knoblauch, der einen leicht grünen Stängel trägt, ist etwas feiner im Geschmack als getrockneter und nicht ganz so knackig. Die Schale von frischem Knofi ist noch zart und elastisch und muss deshalb nicht unbedingt entfernt werden. Einfach die Knolle in etwas dickere Scheiben schneiden und mitgaren oder mitbraten. Für eine Knoblauchsoße kurz vor Ende der Garzeit mit braunem Zucker bestreuen. Dann karamellisiert der Knoblauch und bekommt einen feinen süßlichen Geschmack.

Knoblauch gehört zur Familie der Lauchgewächse. Er erfreut sich seit Jahrtausenden großer Beliebtheit. Die Pyramidenarbeiter im alten Ägypten sollen sogar die Arbeit verweigert haben, wenn es keinen Knoblauch gab. Die Römer hielten ihn für ein Aphrodisiakum, die Ärzte im Mittelalter verschrieben ihn als Mittel gegen Knochenbrüche und Sommersprossen. Für den griechischen Philosophen Pythagoras war Knoblauch der „König der Gewürze“. Eine Knolle besteht aus einer eiförmigen Hauptzwiebel und rund zwölf Nebenzwiebeln, Zehen genannt. Der überirdische Teil des Knoblauchs besteht aus dem Stängel, der von flachen Blättern umgeben ist. Sein Ursprungsland, so wird vermutet, soll Asien gewesen sein.

Aufgrund seiner Schwefelverbindungen hat Knoblauch einen unangenehmen Geruch, der Mundgeruch verursachen kann. Beste SOS-Lösung bei Knoblauch-Atem soll ein Glas Milch sein. Denn Milch vernichtet laut US-Studien rund 50 Prozent der Schwefelverbindungen im Atem und ist damit bei Mundgeruch sogar wirksamer als Zähneputzen, heißt es. Dabei gilt: je fetthaltiger die Milch, desto besser. Am besten schon zwischendurch während des knoblauchhaltigen Essens trinken. Auch das Kauen von frischen Kräutern wie beispielsweise Petersilie soll helfen.

Dass Knoblauch ein Multitalent in der Küche ist und viele Gerichte aufpeppt, weiß jeder und braucht an dieser Stelle nicht vertieft zu werden. Auch seine gesundheitlichen Aspekte sind bekannt. Wer regelmäßig, am besten täglich, Knoblauch isst, schützt das Herz und die Gefäße, tut seinem Blutdruck, seinem Cholesterinspiegel und seiner Verdauung einen Gefallen, um nur einige Gründe zu nennen, warum die „Stinkzwiebel“ so gesund ist.

Rezepte mit Knoblauch gibt es massenweise. Hier ein etwas anderes Rezept, nämlich „Ofen-Zimt-Kartoffeln“.

Ofen-Zimt-Kartoffeln

Zutaten für vier Portionen: 1 Kilogramm gleich große Kartoffeln, mindestens acht Knoblauchzehen, 5 Esslöffel Olivenöl, 100 Milliliter trockenen Rotwein, einen halben Teelöffel gemahlenen Zimt, Salz, schwarzen Pfeffer, vier Lorbeerblätter. Zubereitung: Backofen auf 220 Grad, Umluft 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln waschen, bürsten und trocken reiben. Mit einem Messer quer einschneiden und nebeneinander in eine Backform setzen. Knoblauchzehen schälen und zwischen die Kartoffeln legen. Olivenöl mit Rotwein und Zimt verrühren und über die Kartoffeln gießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Lorbeerblätter dazugeben. Die Form mit einem Deckel oder Alufolie verschließen und in den vorgeheizten Backofen schieben. Nach etwa 20 Minuten den Deckel entfernen, die Kartoffeln mehrmals wenden und weitere 20 Minuten garen. Schmeckt gut zu kurz gebratenem Fleisch, zu Paprikagemüse oder zu einem Kräuterdipp.sto

 

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