Da bist du platt!

Wildpfirsiche sind flacher als die bekannteren Exemplare – aber ebenso lecker und gesund

Bei Giuseppe Santangelo gibt es gelbe Wildpfirsiche aus Sizilien.

Zu den schönsten Seiten des Sommers gehören herrliche Sommerfrüchte wie beispielsweise Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche. Jetzt ist die Zeit reif für das leckere und gesunde Steinobst. Zur beliebtesten Frucht gehört der Pfirsich, denn er ist besonders saftig und aromatisch. Und er enthält Mineralstoffe sowie Vitamine, beispielsweise Vitamin C und das Provitamin A Betakarotin, das auch „Schönheitsvitam“ genannt wird. Wer also etwas für seine Gesundheit und seine Schönheit tun möchte, sollte jetzt zugreifen. Die Regale in den Supermärkten sind gut gefüllt mit der leckeren Frucht, und auch an den Obst- und Gemüseständen auf dem Wochenmarkt werden Pfirsiche in bunter Vielfalt angeboten.

Immer mehr im Kommen sind übrigens die „platten“ Pfirsiche, die wegen ihrer Form „Plattpfirsiche“ genannt werden, aber auch unter der Bezeichnung „Wildpfirsiche“, „Tellerpfirsiche“ oder „Bergpfirsiche“ gehandelt werden. Die platten Früchte haben meist ein weißes, feinsüßes und etwas festes Fruchtfleisch. Etwas weicher und mit gelbem Fruchtfleisch ausgestattet sind die gelben Wildpfirsiche. Sie schmecken traumhaft süß und sind ein erfrischender und kalorienarmer Genuss in der warmen Jahreszeit. Einfach lecker! Probieren ist ein Muss! „Die gelben Früchte werden immer beliebter“, betont Giuseppe Santangelo. Waren sie noch vor kurzer Zeit ein Geheimtipp und ein „neues Gesicht“ auf dem Wochenmarkt, haben sie mittlerweile die Geschmacksnerven vieler Obstfreunde überzeugt. Ob weiß oder gelb – die Schale beider Sorten ist angenehm dünn, die Kerne sind kleiner als die ihrer Schwestern, der klassischen „Rundpfirsiche“, und lassen sich leicht herauslösen.

Eine Neuzüchtung ist der Platt- oder Wildpfirsich aber nicht. Über seine Herkunft gibt es unterschiedliche Thesen. Durchgesetzt hat sich die Annahme, er sei ein direkter Nachfahre des Urpfirsichs, der vor über zwei Jahrtausenden in China kultiviert worden war, nach Persien gelangte und sich von dort aus im gesamten Mittelmeerraum ausbreitete. In den 1960er bis in die späten 1980er Jahre geriet der Plattpfirsich beinahe ein wenig in Vergessenheit, da seine spezielle Form nicht in den EU-genormten Obstanbau passte. In Spanien sind die platten Sorten bekannt unter der Bezeichnung „Paraguayos“.

Die Herkunft der leckeren Frucht spielt aber nicht die Hauptrolle. Schön, dass es Sie gibt. Sie schmeckt roh natürlich am besten, ist das i-Tüpfelchen in einem Obstsalat, eignet sich als Kuchen- und Tortenbelag, ist lecker in einer Bowle, schmeckt aber auch in pikanten Gerichten und gegrillt.

Gegrillte Pfirsiche

Zutaten für vier Personen: Acht Früchte, Zitronensaft, drei EL flüssigen Honig, zwei bis drei EL zerlassene Butter, zwei EL Rum, Mandelsplitter und Zitronenminze zur Deko.

Zubereitung: Pfirsiche kurz in heißes Wasser tauchen. Schälen, halbieren, Steine herauslösen. Pfirsichhälften innen mit Zitronensaft beträufeln, zehn Minuten ziehen lassen. Honig und Butter in einem Schälchen mischen. Pfirsiche in einer Grillschale auf den Grill stellen beziehungsweise im Backofen unter den Grill schieben und von jeder Seite etwa vier Minuten leicht bräunen. Dabei hin und wieder mit der Butter-Honig-Mischung bestreichen. Auf einer Platte anrichten, nach Belieben mit Rum beträufeln und mit in Butter gerösteten Mandelsplittern und frischer Minze dekorieren.

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