Frisch aus der Schote

Erbsen schmecken roh besonders lecker – oder auch im Süppchen

Mechthild und Heinz Pook haben derzeit Erbsen in Hülle und Fülle.

Tiefgekühlt oder in Dosen und Gläsern sind sie in den Supermärkten das ganze Jahr über zu haben – ausgepult – auch: „gepalt“ – und servierfertig. Im Sommer sollte aber unbedingt die Gelegenheit genutzt werden, Zuckererbsen aus regionalem Anbau frisch auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Und die Saison ist eröffnet!

An den Gemüseständen werden Zuckererbsen derzeit in Hülle und Fülle angeboten. Beispielsweise am Stand der Familie Pook aus Fuhlen. „Je nach Wetterlage sind Zuckererbsen noch bis Ende Juli/Anfang August erhältlich“, erklärte Pook den Kunden.

Frisch geerntet schmecken die ausgepulten grünen Kügelchen am besten – zart und süß. Beim Abziehen der Schote werden Kindheitserinnerungen wach. Mal überlegen – wie haben Erbsen damals am besten geschmeckt? Roh natürlich! Raus aus der Schote und rein in den Mund. Ein Test direkt am Stand ergibt: Die Erinnerungen an Kindertage trügen nicht. Auch die Zuckererbse von heute lässt sich roh gut wegnaschen – allerdings muss sie jung sein. Später geerntete Exemplare sind mehlig, denn der Zucker hat sich inzwischen in Stärke verwandelt. Deshalb jetzt zugreifen. „Wir essen Erbsen auch am liebsten roh“, sagte Pook. Im gekochten Zustand mag der Gemüsehändler das proteinhaltige Gemüse, das schon die alten Römer kannten, am liebsten in Verbindung mit Möhren. Um die eigene Ernte möglichst lange genießen zu können, werden Erbsen bei Pooks auch eingefroren.

Aus Zuckererbsen lassen sich auch erfrischende Sommersuppen zubereiten. Besonders lecker ist das „Grüne Wunder“. Zutaten für vier Portionen: Etwas Butter und einen Schuss Olivenöl, eine Stange Lauch, geputzt und in dünne Ringe geschnitten, eine Handvoll zerpflückte Basilikumblätter, zwei kleine Kartoffel in Würfel geschnitten, 750 Milliliter Hühner- oder Gemüsebrühe, 450 Gramm ausgepulte Erbsen, Salz und grünen Pfeffer. Butter in einem Topf zerlassen, Olivenöl dazu, dann Kartoffeln und Lauch einige Minuten andünsten, Brühe dazu, umrühren und etwa acht Minuten leicht köcheln lassen. Erbsen (einige für die Garnitur zurücklassen) dazugeben und etwa fünf Minuten weiter kochen. Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit den restlichen Erbsen und dem Basilikum garnieren und servieren. Wer möchte, kann die Suppe mit Sahne verfeinern.

Übrigens: Im Gegensatz zu Zuckerschoten können die Schalen von Zuckererbsen nicht mitgegessen werden.

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