Comeback gelungen

Mangold ist wieder beliebt – und er macht sich prächtig in „Mamas Gemüsepfanne“

Raffaele Santangelo zeigt, welche Zutaten in „Mamas Gemüsepfanne“ gehören.

Mangold hat nicht nur einen wohlklingenden Namen, sondern ist auch äußerst schmackhaft und gesund. Zwar werden Exemplare aus dem Gewächshaus nahezu das ganze Jahr angeboten, derzeit ist er jedoch erntefrisch vom Feld erhältlich. Bis in den Spätsommer hinein gibt es die an Spinat erinnernde Staude auf dem Wochenmarkt aus regionalem Anbau. Raffaele Santangelo hat deutschen und italienischen Mangold im Sortiment. „Er schmeckt aus beiden Herkunftsländern“, betont der Obst- und Gemüsehändler. Allerdings sollte er nicht zerkocht, sondern schön knackig zubereitet werden.

Er esse Mangold am liebsten nach einem Rezept seiner Mutter. „Wer Mamas Gemüsepfanne à la Italia einmal probiert hat, möchte nicht mehr darauf verzichten“, schwärmt der gebürtige Italiener. Die Zubereitung ist einfach.

Die Zutatenliste für zwei Personen: ein Mangold, zwei mittelgroße Kartoffeln, zwei mittelgroße Tomaten oder eine Fleischtomate sowie vier bis fünf möglichst rote Zwiebeln. Zutaten gut waschen und abtropfen lassen. Kartoffeln würfeln und in einer Pfanne in Olivenöl anbraten, fein geschnittene Zwiebelscheiben zufügen und kurz anbraten, dann die Mangoldstaude (nicht die Blätter) stifteln – aber nicht zu dünn – und mit den gewürfelten Tomaten in die Pfanne geben. Das Ganze etwa 20 Minuten leicht köcheln lassen. Kurz vor Ende der Garzeit wird das in kleine Streifen geschnittene Blattwerk zugefügt. „Damit es al dente bleibt, sollte es nicht länger als drei Minuten gegart werden“, betont der Hobbykoch. Zum Schluss das Gemüse salzen, kräftig mit Pfeffer abschmecken und mit einem guten Olivenöl reichlich beträufeln. Dazu ein frisches Baguette, und fertig ist eine schnelle, leckere Mahlzeit. Auch zu gebratenem Fisch schmeckt die Pfanne lecker. Ebenso in der Grillsaison, in der sie bei den Santangelos öfter auf den Tisch kommt.

Mangold ist ein enger Verwandter der Roten Bete und der Futterrübe. Seine Entstehung verdankt die Gemüsepflanze einer Weiterzüchtung des im Mittelmeer heimischen „See-Mangolds“, umgangssprachlich auch „Meerstrandrübe“ genannt. Bis zum Ersten Weltkrieg war Mangold auch in Deutschland eine beliebte Gemüsesorte, wurde dann aber vom Spinat verdrängt. Derzeit erlebt Mangold ein Comeback. Er enthält unter anderem Vitamin A, C und K und viele Mineralstoffe, wie beispielsweise Eisen, Magnesium und Kalium. 100 Gramm haben nur 14 Kalorien

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