Unkomplizierte Klassiker

Petunien und Co. lassen nicht nur den Markt erblühen

Die Eisheiligen haben sich verabschiedet und auch die „Kalte Sophie“ mitgenommen. Um den 11. Juni herum könnte zwar noch die „Schafskälte“ für einen kurzfristigen Temperaturrückgang sorgen, im Großen und Ganzen aber stellt sich die Natur immer mehr auf Sommer ein. Und mit ihr auch die Gärtnereien, wie auf dem gestrigen Wochenmarkt zu sehen war. Vor den Ständen der Gärtnereien Vollmer und Sporleder zogen bunte Blumenmeere die Blicke auf sich. Blütenträume zum Mitnehmen. Die beliebtesten Balkonblumen sind nach wie vor hängende Geranien, die auch norddeutschen Balkonen einen alpinen Charme verleihen. Gern gekauft werden aber auch Petunien. Die unkomplizierten Klassiker aus der Familie der Nachtschattengewächse eignen sich für Gefäße und für das Auspflanzen im Garten. „Petunien sind recht pflegeleicht, sollten aber reichlich gegossen und regelmäßig gedüngt werden“, rät Ulrich Sporleder. Staunässe und das Austrocknen der Pflanze müssen vermieden werden.

Petunien gibt es mit einfachen und gefüllten Blüten, als hängende oder stehende Pflanze und in den verschiedensten Farben und Farbkombinationen. Dieser Fülle kann sich wohl kaum ein Blumenfreund entziehen. Wer größere Blüten vorzieht, ist mit der Hängepetunie „Surfinia“ gut bedient. Besonders hübsch sehen zweifarbige Blüten aus, beispielsweise in Gelb und Rot – ein Farbenspiel, das schon von weitem leuchtet. Aber auch Minipetunien bringen eine farbenfrohe und herrliche Blütenfülle auf Balkon, Terrasse und in den Garten. Kein Wunder, dass diese bezaubernde Blume auch „Zauberglöckchen“ (Calibrachoa) genannt wird.

Eine Sommerblume der anderen Art ist das „Portulakröschen“. Die Pflanze mit den grünen, sukkulenten, nadelartigen Blättern und den bunten Blüten liebt trockene Standorte mit viel Sonne. Je mehr Sonne sie bekommt, desto wohler fühlt sie sich. „Mit dem Gießen sollte man äußerst sparsam sein“, betont Sporleder. Mit feuchter oder gar nasser Erde komme die Blume nicht zurecht. Wer Portulakröschen mit anderen Blumen pflanzen möchte, sollte darauf achten, dass alle Gewächse die gleichen Ansprüche haben. Petunien und Portulak beispielsweise harmonieren wegen ihres unterschiedlichen Wasserbedarfs nicht.

Vom Hamelner Wochenmarkt berichtet

CHRISTIANE STOLTE

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