Ostern müssen sie parat stehen

Farbenfrohe Frühlingsboten: Tulpen

„Tulpen sind Blumen für die Seele“, sagt Friedrich Vollmer. Foto: sto

Herrlicher Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und an den Blumenständen eine bunte Tulpenpracht – so frühlingshaft präsentierte sich der gestrige Wochenmarkt. Frühlingsanfang ist zwar erst in fünf Wochen, aber warum nicht jetzt schon die Wohnung mit seinen beliebtesten Vorboten schmücken und sich an der „Tulipa“ erfreuen? „Tulpen sind Blumen für die Seele“, bringt Blumenhändler Friedrich Vollmer den besonderen Charme der Blume poetisch auf den Punkt. Wegen ihrer Farbenvielfalt sei sie beliebt bei jungen und älteren Kunden. Im Trend liegen derzeit kunterbunt zusammengestellte Sträuße in allen Farben, die die Züchtung hergebe – Rot in vielen Nuancen, Weiß, Orange, Gelb – bis hin zu Schwarz. Noch muss der Blumenhändler aus Herkensen auf Tulpen vom Großhändler zurückgreifen. Aber nicht mehr lange, denn rund 15 Sorten, beispielsweise „Monte Carlo“, „Orange Princess“, „Irene“, „Verona“ oder „Rokoko“ aus eigener Züchtung, werden derzeit in der Gärtnerei zum „Antreiben“ gebracht. „Rechtzeitig zu Ostern haben wir sie so weit“, betont Vollmer.

Ostern müssen sie parat stehen, denn Ostern sei die „Hochzeit“ für Tulpen in allen Farben. Die ersten wenigen Exemplare in Gelb hatte der Gärtner bereits gestern im Sortiment. Sein Tipp, damit sich ein Tulpenstrauß mindestens eine Woche in der Vase hält: „Er sollte weder in zu warmen noch zu kalten Räumen stehen“, rät der Gärtner. Ansonsten seien Tulpen sehr pflegeleicht. Die Tulpe stammt ursprünglich aus der Türkei. Ihr Name soll zurückgehen auf den orientalischen Turban, dem „Tulipan“ (auch „Tülbent“) oder auf die Blumen, die manche Männer am Turban getragen haben sollen. Mitte des 16. Jahrhunderts kam die Tulpe nach Mittel- und Westeuropa, wo sie im Laufe der Jahre immer beliebter wurde. In den Niederlanden brach 1634 sogar eine „Tulpenmanie“ aus. Ihren Siegeszug durch Europa verdankt die Tulpe dem Botaniker Carolus Closius.

Vom Hamelner Wochenmarkt berichtet Christiane Stolte
Dewezet, 18.02.2016

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