Leuchtend lecker

Möhren sind auch als Kuchenzutat bestens geeignet

Marianne Munzel-Piepenbrink (li.) und Sandra Wiedemann haben frisch geerntete Freilandmöhren im Sortiment.

Obwohl es Möhren in verschiedenen Farben gibt, ist die orangefarbene Sorte nach wie vor der Klassiker unter den „Wurzeln“ und das ganze Jahr erhältlich – entweder eingelagert oder als Treibhausware. Am besten aber schmecken Möhren: erntefrisch. Genauso werden sie jetzt auf dem Wochenmarkt angeboten: frisch vom Feld. Erkennungszeichen: knackiges Blattgrün.

„Je grüner es ist, umso frischer sind die Möhren“, erklärt Sandra Wiedemann am Stand der Familie Munzel-Piepenbrink. Die meisten Kunden lassen das Grün entfernen, manche lassen es dran, um es zu Hause an Kaninchen zu verfüttern. Einige Kunden kochten das Blattwerk auch im Eintopf mit. Ein Tipp der Händlerin: Wer die Möhren länger aufbewahren möchte –   vorzugsweise im Kühlschrank in einer Dose – sollte das Grün entfernen, denn es entzieht Wasser und lässt die Möhren gummiartig werden.

Möhren gehören zu den ältesten heimischen Gemüsearten. Bis zur Entdeckung der Kartoffel waren sie hierzulande die meistverspeiste Beilage. Sie lassen sich roh oder gekocht, in Suppen, Eintöpfen, Soßen, als Beilage, Salat und als Saft gut verwenden. Das gesunde kalorienarme und carotinhaltige Gemüse eignet sich aber auch gut zum Backen – warum nicht mal zum Nachmittagskaffee einen Möhrenkuchen servieren?


Zutaten: 300 Gramm Möhren, fünf Eigelb, vier Esslöffel heißes Wasser, 200 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, fünf Eiweiß, eine Prise Salz, 250 Gramm gemahlene Haselnüsse, 80 Gramm Semmelbrösel, je einen halben Teelöffel Backpulver und gemahlenen Zimt, einen Esslöffel Rum, die abgeriebene Schale einer Zitrone, Margarine zum Einfetten. Für den Guss: 200 Gramm Puderzucker, einen Esslöffel Kakao, zwei Esslöffel Rum, vier Esslöffel heißes Wasser. Zum Garnieren: Schale einer halben Orange.

Zubereitung des Kuchens ohne Mehl:
Geputzte Möhren auf einer mittelfeinen Reibe reiben, Eigelb in einer Schüssel mit Wasser schaumig rühren. Nach und nach zwei Drittel des Zuckers und den Vanillezucker einrühren, bis eine cremige Masse entsteht. Eiweiß mit Salz in einer Schüssel zu steifem Schnee schlagen und den restlichen Zucker einrieseln lassen. Schnee über die Eigelbmasse gleiten lassen, Möhren, Haselnüsse, Semmelbrösel, Backpulver, Zimt, Rum und Zitronenschale drübergeben und alles vorsichtig mischen. Eine Springform (24 Zentimeter Durchmesser) einfetten, Teig einfüllen und im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad (je nach Ofen) auf mittlerer Schiene etwa 60 Minuten backen. Für den Guss Puderzucker in eine Schüssel sieben, mit Kakao mischen, mit Rum und Wasser glattrühren und auf dem abgekühlten und aus der Form gelösten Kuchen streichen. Für die Garnierung hauchdünn geschälte Orangenschale in schmale Streifen schneiden und auf dem Kuchen verteilen. Der Kuchen sollte zwei Tage an einem kühlen Ort „ruhen“, damit er sein Aroma entfalten kann.

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