Campari – nicht zum Trinken

Rot, gelb, schwarz, grün oder gestreift: Tomaten-Vielfalt auf dem Wochenmarkt

Claudia Grecksch präsentiert eine bunte Tomatenvielfalt

Wer immer noch meint, Tomaten seien gleich Tomaten, hat jetzt Gelegenheit, sich auf dem Wochenmarkt eines Besseren zu belehren, denn: Die Saison der „Paradiesäpfel“ oder „Paradeiser“, wie die Österreicher sagen, aus regionalem Anbau ist eröffnet.

An den Gemüseständen sticht die bunte Vielfalt der prallen Sommerklassiker regelrecht ins Auge. Sie sind rot, gelb, schwarz, grün und sogar gestreift. Die Tomatensorten unterscheiden sich aber nicht nur in der Farbe, sondern auch im Geschmack – zum Glück, denn somit ist für Abwechslung bestens gesorgt.

Am Biostand des Marienhofs Esperde werden bis in den September hinein zehn verschiedene Sorten angeboten. Sie heißen Campari, Rougella, Agro, Sacher und Rutje, um nur einige der wohlklingenden Namen zu nennen. „Die Campari ist unsere beliebteste Tomatensorte“, betont Claudia Grecksch. Diese rote Tomate schmeckt leicht süß, sehr fruchtig, aber auch ein wenig säuerlich. Kurz – sie erfüllt alle Kriterien, die von ihr erwartet werden. Roh verzehrt schmeckt sie am besten. Da sie von fester Konsistenz ist, kann sie wie ein Apfel gegessen werden. Aber auch auf dem Salatteller mit etwas Zwiebeln und einer Vinaigrette ist sie unschlagbar.

Die ursprüngliche Heimat der Tomate ist das Andengebiet. Die erste, von peruanischen und mexikanischen Indianern gezüchtete Sorte soll kirschgroß gewesen sein. Es gelang den Indianern jedoch, immer größere Exemplare zu züchten, die sie „Tomatl“ nannten, was „Schwellfrucht“ bedeutet. Einer Überlieferung nach soll Christoph Kolumbus die ersten Pflanzen nach Europa gebracht haben. Die zu den Nachtschattengewächsen zählende, kalorienarme Tomate enthält Vitamine, beispielsweise Vitamin B und C, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ihrer Vielseitigkeit in der Küche sind kaum Grenzen gesetzt.

Ein Rezept vom Marienhof ist ein Ratatouille, bestehend aus je 500 Gramm Tomaten, Auberginen, Paprika und Zucchini, einer Zwiebel, Olivenöl, etwas Basilikum, Oregano und Thymian, einem Glas Rotwein, Pfeffer, Salz und vier Esslöffeln Tomatenmark. Das Gemüse waschen und würfeln, die klein gewürfelte Zwiebel im Öl glasig dünsten, das Gemüse dazugeben, anbraten und mit Rotwein ablöschen, die fein gehackten Kräuter hinzufügen, alles 15 Minuten köcheln lassen, dann Tomatenmark dazu und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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