Jetzt schon süß und saftig

Sonnenwetter bringt die ersten Erdbeeren auf den Markt

Ekkehard Wedeking lockte gestern mit frisch gepflückten Erdbeeren.

Das schöne Wetter der vergangenen Tage hat sie sprießen lassen, die süßen Früchtchen aus regionalem Anbau. Verführerisch rot zog die Lieblingsfrucht der Saison an einigen Ständen auf dem gestrigen Wochenmarkt die Blicke auf sich: Erdbeeren!

„Sind die auch schon richtig schön süß?“, wollten manche Kunden wissen. Da Probieren bekanntlich über Studieren geht, war Naschen am Stand von Obstbauer Wedeking ausdrücklich erlaubt. Fazit: Die ersten Erdbeeren aus eigenem Anbau sind tatsächlich schon süß und saftig. „Die sommerlichen Temperaturen haben den Erdbeeren ein herrliches Aroma verliehen“, sagte Ekkehard Wedeking. Noch gedeihen sie unter einer schützenden Folie, da die Nächte etwas frisch sind. Ihrem Aroma schadet das jedoch keineswegs. Im Gegenteil – die wohlige Wärme unter der Abdeckung tut ihnen rundum gut.

Noch sind es die Frühsorten, die am Stand des Obstbauers verkauft werden, nämlich die bekannte Sorte „Honeoye“, eine dunkelrote, glänzende Frucht, die feinsäuerlich schmeckt, und die ebenso bekannte Sorte „Kimberly“, eine kegelförmige Frucht mit hellroter Farbe und ausgewogenem Geschmack. Neu bei Wedeking hingegen ist die Sorte „Rumba“, die gestern eine kleine Premiere feierte, wurde sie doch zum ersten Mal den Kunden angeboten. Sie ist größer und heller als die anderen beiden Sorten und noch etwas süßer im Geschmack.

Die zur Gattung der Rosengewächse gehörenden Erdbeeren zählen aus botanischer Sicht nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Das rote Fruchtfleisch ist nur eine Scheinfrucht; die eigentlichen Früchte der Erdbeere hingegen sind die kleinen gelben Körner, die „Nüsschen“. Erdbeeren haben einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, viel Vitamin C und Mineralstoffe. Sie sind ein „süßer Begleiter“ vieler Mahlzeiten, schmecken aber auch lecker in frischen Salaten oder in Kombination mit Geflügel – beispielsweise mit gebratenem und klein geschnittenem Hähnchenfilet. Als Topping etwas Olivenöl und einen guten Balsamico-Essig dazugeben, und fertig ist ein schnelles Gericht, das sich auch zu Pfingsten servieren lässt. Warum das Pfingstfest nicht mal zu einem „Erdbeerfest“ gestalten?

Vom Hamelner Wochenmarkt berichtet CHRISTIANE STOLTE
Foto: sto

 

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